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BGS

Die Kunststoffindustrie rüstet für die Zeit nach der Krise

Wiehl, 9. Juni 2009: Der BGS Beta-Gamma-Service, Europas großer Bestrahlungsdienstleister, verzeichnet eine signifikante Zunahme der Projektanfragen. BGS-Geschäftsführer Dr. Andreas Ostrowicki: „Während unsere Umsätze im Vorjahresvergleich leicht zurückgegangen sind, bearbeiten unsere Anwendungstechniker momentan wesentlich mehr Anfragen mit Erfolgsaussichten als noch vor einem Jahr.“ Es sind vor allem Spritzgusshersteller, die ein großes Interesse an der Optimierung ihrer Produkte durch Strahlenenergie zeigen. „Es hat offenbar erst den massiven Kostendruck durch die Finanz- und Wirtschaftskrise gebraucht, um die Unternehmen daran zu erinnern, dass sie durch Strahlenvernetzung ihre Herstellkosten senken können“, kommentiert Dipl.-Ing. Joachim Gehring, Leiter der Anwendungstechnik bei BGS, die deutliche Zunahme des Interesses.

Strahlenvernetzung, ein seit Jahrzehnten bewährtes Verfahren, bewirkt mit der Energie von Elektronen- bzw. Gammastrahlen dauerhafte Veränderungen im Molekulargefüge des Kunststoffmaterials, es wird ‚vernetzt’. Technische Kunststoffe, wie Polyamid PA oder Polybutylenterephthalat PBT, erhalten auf diese Weise die Materialeigenschaften von Hochleistungskunststoffen bei geringeren Kosten. Gehring: „Während die Hersteller von Kunststoffrohren schon seit Jahrzehnten die Strahlenvernetzung als preiswerte Herstellmethode schätzen, setzt sich das Verfahren jetzt auch bei den Herstellern von Spritzgussteilen durch.“

Für die ist die Rechnung denkbar einfach: Sie sparen sich teure Rohstoffe und deren Lagerkosten, die höheren Kosten für neue Spritzwerkzeuge und das Mehr an Energie für die Verarbeitung. Wohlgemerkt alles bei vergleichbaren Materialeigenschaften. Wenn rigoroses Sparen für die Betriebe überlebenswichtig wird, rückt die Strahlenvernetzung mit ihren Vorteilen wieder verstärkt in den Blickpunkt.

Damit aus den Projektanfragen Aufträge für die Serienfertigung werden, sind zunächst eine Reihe von Versuchen auf den verschiedenen Anlagen der BGS notwendig. Gemeinsam mit den BGS-Fachleuten werden oft noch weitere Einsparmöglichkeiten in Bezug auf die Konstruktion und Auslegung der Teile entwickelt. Das Angenehme für die Kunststoffhersteller ist, dass sie wie gewohnt fertigen und die Verantwortung für die Produktveredelung in andere Hände geben können. Haben die Produkte den Herstellbetrieb verlassen, übernimmt BGS alles Weitere und sorgt dafür, dass sie bestrahlt und zertifiziert in der geeigneten Form den Endabnehmer erreichen. Die Bestrahlung erfolgt quasi auf dem Weg zum Kunden.

Bestrahlungsanlagen erfordern einen hohen Investitions- und Erhaltungsaufwand, deshalb decken die meisten Industriebetriebe ihren Bedarf bei spezialisierten Dienstleistern. BGS ist mit seinen drei Standorten in Deutschland das führende Unternehmen in Europa.

Bild: Materialprüfung - Auch der Lötkolbentest beweist es: Strahlenvernetzung verleiht technischen Kunststoffen die Eigenschaften von Hochleistungskunststoffen – bei deutlich niedrigeren Herstellkosten!

Ansprechpartner bei BGS: Joachim Gehring, Tel.: 02261 7899 – 0, E-Mail: gehring@bgs.eu