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BGS

Gamma-Anlage

Im Gegensatz zu Elektronenbeschleunigern, in denen der Bestrahlungsvorgang in wenigen Sekunden erfolgt, dauert die Bestrahlung in der Gamma-Anlage einige Stunden. Die Gammastrahlen entstehen durch den Zerfall des radioaktiven Isotops Kobalt-60 (60Co). Sie haben eine hohe Eindringtiefe und durchdringen komplette Paletten oder Gebinde. Die zu bestrahlenden Produkte können im Regelfall direkt auf den Anlieferungspaletten (Industriepalette: 1,20 x 1,00 m, Europalette: 1,20 x 0,80 m, Höhe bis zu 1,95 m) durch den Bestrahlungsprozess geführt werden.

Die Paletten gelangen durch ein Fördersystem einzeln in die Anlage und umlaufen die Quellenwand mit den Strahlenquellen. Die Steuerung stellt sicher, dass jede Palette die jeweils festgelegte Anzahl an Umläufen absolviert. So wird die festgelegte Gesamt-Bestrahlungsdosis für jedes Produkt exakt eingehalten. Die Gamma-Anlage bei BGS kann unterschiedliche Produkte mit unterschiedlichen Dosen gleichzeitig bestrahlen. Zum gefahrlosen Betreten der Bestrahlungsanlage wird die Quellenwand in ein über acht Meter tiefes Wasserbassin abgesenkt, dessen Wassersäule als Abschirmmedium dient.

Gammabestrahlung Wiehl