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Damit steigen die Ansprüche an Dimensionsstabilität der Rohre

Wiehl, 28. Mai 2009: Steckfittings sind der letzte Schrei der Installationstechnik für Kunststoffrohre. Die praktischen Verbinder machen das bislang gängige Verpressen der Fittings überflüssig und werden von allen namhaften Herstellern angeboten. Auch wenn die technische Ausführung der einzelnen Fabrikate voneinander abweicht, ist das Verfahren stets das gleiche: das Rohr wird vom Installateur nur noch entgratet, mit leichtem Druck in den Fitting eingeschoben - und fertig! So einfach und überaus produktiv werden heute dichte und dauerhafte Verbindungen hergestellt.

Allerdings, das „Steckspiel“ verlangt nach hochpräzisen Kunststoff-Metall-Verbundrohren, ohne sie geht nichts. Das am meisten verwendete Material dieser Rohre ist strahlenvernetztes hochdichtes Polyethylen, gekennzeichnet mit PE-Xc. Ihre ausgezeichneten Dauergebrauchseigenschaften bekommen die PE-Xc Rohre im Anschluss an die Extrusion durch die Bestrahlung mit beschleunigten Elektronen. Die Vernetzung des Rohrmaterials erfolgt rein physikalisch, auf Chemikalien kann ganz verzichtet werden, das ist wichtig, auch in Hinblick auf die Europäische Chemikalienverordnung REACH. Die sehr gute Wärmeformbeständigkeit von vernetztem Polyethylen wird seit vielen Jahren im Sanitärbereich für Warmwasserleitungen genutzt.

Damit das Steckprinzip der innovativen Steckfittings wirklich kinderleicht funktioniert, muss das verwendete Rohr absolut maßgetreu sein. Die qualitätsbestimmenden Parameter sind der Innen- und der Außendurchmesser der Rohre.

Bei BGS Beta-Gamma-Service, Europas großem Dienstleister für die Rohrvernetzung, hat man sich bereits auf die erhöhten Qualitäts-Anforderungen der neuen Rohr-Generation eingestellt und entscheidende Prozessoptimierungen implementiert. Jochen Rausch, der „Rohrspezialist“ bei BGS: „Die Handlingseinrichtungen wurden so optimiert, dass die Rohre möglichst produktschonend durch die Anlage befördert und dadurch die engen Maßtoleranzen problemlos eingehalten werden. Unsere neue Messtechnik überprüft in Echtzeit die Rohrdimensionen und meldet Abweichungen sofort. Und mit den neu installierten Wicklersystemen können wir auch zukünftige Trommelgenerationen verarbeiten.“

Dass sich die Investitionen gelohnt haben, bestätigen die Rohrhersteller, die mit der Qualität der vernetzten Rohre sehr zufrieden sind. Im Werk Saal bei Regensburg ist eine neue Anlage, ausschließlich für getrommelte Ware, im Bau. Auch hier werden die gewonnenen Erkenntnisse umgesetzt, so dass man auch dort die neuen, für Steckfittings geeigneten Rohre vernetzen kann.

BGS vernetzt jährlich mehr als 70 Millionen Meter Polyethylen (PE) Rohr. Auch Metallverbundrohre können in einem einzigen Arbeitsgang durchstrahlt werden, so dass sowohl das innere und äußere PE-Rohr ausreichend und homogen vernetzt werden.

Die wichtigsten Vorteile strahlenvernetzter Mehrschicht-Verbundrohre sind:

  • Für sämtliche Anwendungen in der Heizungs- und Sanitärtechnik geeignet
  • Korrosionsbeständigkeit
  • 100 % sauerstoff- bzw. diffusionsdicht
  • Minimale Längenausdehnung (vergleichbar mit Kupfer)
  • Hohe Formbeständigkeit und Formstabilität
  • unbedenklich für den Kontakt mit Trinkwasser
  • Hohe Druck- und Temperaturbeständigkeit
  • Extrem schlagzäh

 

Ansprechpartner bei BGS: Jochen Rausch, Tel.: 02261 7899 15, rausch@bgs.eu